November 28, 2022

Laserschneiden – Anwendungsgebiete und Technik

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brm-lasersSie basteln gern oder müssen beruflich Modelle entwerfen, Sie wollen ein kleines Unternehmen gründen und selbst entworfene Produkte vertreiben, Oberflächen nach Kundenwunsch gravieren oder Sie sind bereits Juwelier oder Uhrenmacher? Wenn Sie CAD-generierte Modelle in kleiner oder großer Stückzahl schnell und sauber erstellen wollen, dann wäre das Laserschneiden genau das Richtige für Sie!

Was hinter dem Laserschneiden steckt

Beim Laserschneiden, wie es sich aus dem Namen ableiten lässt, kommt ein Laserstrahl zum Einsatz, der je nach Intensität unterschiedlich tief in die bearbeitete Oberfläche eindringen kann. Ein gebündelter, prozessorgesteuerter Laserstrahl sorgt für hohe, im Punkt fokussierte Energie und erlaubt es, nahezu alle Materialien zu schneiden, ungeachtet dessen wärmeleitfähigen Eigenschaften. Beim Laserbrennvorgang wird das bearbeitete Material unter der Einwirkung des Laserstrahls eingeschmolzen, verdampft oder, je nach verwendeter Technologie, von einem Gasstrahl weggeblasen. Dabei werden sehr schmale Einschnitte erzielt, die mit einem invasiv-physikalischen Reibungsprozess wie Sägen, Schneiden oder Bohren nie erreicht werden könnten. Die geschnittenen Kanten sind meist so glatt, dass sie nicht mehr nachbearbeitet werden müssen. Da keine mechanische Beanspruchung des Werkstoffs stattfindet, entsteht auch keine Deformierung des Materials. Dadurch kann eine sehr hohe Präzision erreicht werden.
Das Laserschneiden kommt da perfekt zum Einsatz, wo sorgfältiges, millimetergenaues Arbeiten gefordert ist, wo komplexe Strukturen in schwer zu verarbeitenden Materialien entstehen sollen, wo individuelle Einzelstücke kreiert oder wirtschaftlich in Serie produziert werden soll.

Die Laserschneidmaschinen können je nach Leistung und Lasertyp Materialien wie Acryl, Plexiglas, Schaumstoff, Kunststoffe, Papier, Pappe, Textil, Leder, Holz, Gummi und ähnlich beschaffene Oberflächenproblemlos schneiden. Zum Markieren oder Gravieren eignen sich deutlich härtere Werkstoffe wie Metalle, Glas, Keramik und Stein. Beim Verarbeitungsprozess bilden sich keine Späne, es fällt kein Staub an, aufgrund des präzisen Schnitts entsteht kaum Materialverschnitt. Die Anwendungsmöglichkeiten des Laserschneiden sind schier endlos. Fräsen, Schleifen, Aushobeln, Stanzen war gestern – heute wird gelasert!